Aktuelle Ereignisse

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Letztes Update auf dieser Seite: 11.03.2012 (01:51 Uhr) 

Lückenschluss/Erweiterung und neue Ringlinie im Nordhäuser Streckennetz geplant

Nordhausen; 07.03.2012:

Nordhausen´s Stadtverwaltung plant, die Nordhäuser Straßenbahn in die Verlängerung zu schicken und eine neue Ringlinie zu eröffnen, die zum Teil über die Gleise der HSB verläuft.
Dies ist der geplante/wahrscheinliche Verlauf dieser neuen Ringlinie:

Bahnhofsplatz - Atriumpassage - * - Auf dem Sand - Grimmelallee - Wiedigsburghalle - Landratsamt/Badehaus - Am Altentor - ** - Parkallee - [Albert - Kuntz - Sportpark] - (Nordhausen) Schurzfell - (Nordhausen) Ricarda - Huch - Straße - (Nordhausen) Altentor - (Nordhausen) Hesseröder Straße - Bahnhofsplatz

Diese Strecke ist, damit ein Ringverkehr möglich ist, nur mit einem Combino DUO befahrbar, da sie zwischen Schurzfell und Bahnhofsplatz auf den unelektrifizierten Gleisen der Harzer Schmalspurbahn entlang führt, also auch auf einem Teilstück der Überlandinie 10 (Krankenhaus - Ilfeld/Neanderklinik).
Da Nordhausen über drei Combino DUOs verfügt und nur zwei für die Linie 10 unterhalb der Woche benötigt werden, könnte der dritte einen Halbstundentakt (oder theoretisch auch einen 25 - Minuten - Takt) auf der neuen Ringlinie fahren.So braucht man keine neuen Wagen zu beschaffen bzw. diesen HSB - Streckenabschnitt zu elektrifizeren, was ohne hin viel zu teuer wär.
Mehr Informationen zum Streckenerweiterungsplan von Matthias Jendricke und somit der SPD, findest du hier.

Combino Basic Tw 102 steht an der Endhaltestelle "Parkallee".
Im Hintergrund links sieht man die Bundesstraße, an der die zukünftige erweiterte Linie 2 und neue Ringlinie entlang führen und etwa zwei Kilometer weiter der Lückenschluss zur HSB stattfinden soll.

 

Kritik zum neuen Projekt zur Streckenerweiterung der Linie 2 in Richtung Albert - Kuntz - Sportpark durch die Linke (Hannelore Haase), da etwa 300 Meter gegenüber des geplanten Streckenverlaufs schon die Linie 10 und sowieso die HSB fährt, die angeblich den vorhandenen Fahrgaststrom bewältigen kann, was aus der Sicht der Fahrgäste nicht stimmt.
Die Linie 10 ist vollkommen überfüllt und diese könnte mit der neuen Ringlinie sehr gut entlastet/verstärkt/ergänzt werden, im Raum Salza - Bahnhof.
Die Linke ist gegen eine Streckenerweiterung in diesem Bereich, aufgrund des Hinblicks auf die Haushaltssituation der Stadt in den kommenden Jahren und will die finanziellen Mittel mehr zum Erhalt des bereits bestehenden Gleisnetzes investieren.
Wenn überhaupt eine Streckenerweiterung, dann in Richtung Fachhochschule und zukünftiges Industriegebiet (bereits zu DDR - Zeiten war hier viel Industrie, leere u. alte Fabrikhallen sind noch übrig), da es sich hier mehr lohnen würde und auch bautechnisch gut machbar wäre (das andere Projekt natürlich auch).
Mehr Informationen zur Stellungsnahme von Hannelore Haase gegenüber dem Plan zur Streckenerweiterung, findest du hier.

 


Die Einbindung des Ortsteiles Salza wäre definitiv wirtschaftlich sinnvoll, da gerade hier der Verkehrsbedarf steigt und auch die Einwohnerzahl (Nordhausen generall hat gerade bevölkerungsmäßig eine positive Entwicklung, wirtschaftlich muss man mal sehen, wie es sich weiterentwickelt) hier, natürlich auch in anderen Stadtteilen, sich positiv entwickelt und steigt. So könnte man die Linie 10 in diesem Bereich verstärken und ergänzen bzw. einzelne Wagen etwas entlasten, da sich diese hohen Fahrgastzahlen besser aufteilen lassen würden.
Also der Bedarf ist da, außerdem bietet sich ein Lückenschluss hier an. So wird die Linie 2 verlängert und eine neue Ringlinie, die den schon den bisherigen Verkehr verstärkt/verdichtet/ergänzt, entsteht und neue Anbindungen schafft. So muss man dann teilweise nicht mehr umsteigen, wenn man zum Bahnhof zur Parkallee will.
Auch in Bielen ist der Bedarf vorhanden, allerdings müsste man wirklich weit bauen (ca. 10 - 15 km), was sich allerdings dauerhaft lohnen würde und hier den gesamten Straßenverkehr entlasten würde und man könnte in Bielen gut ein P+R - System einbringen.
Allerdings muss das das Land Thüringen erstmal bewilligen und mit seinen 70% fördern.

Um die Vorteile eines Ringschlusses besser darzustellen und zu erläutern, lud Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) am Montag, den 05.03.2012, zu einer öffentlichen Gesprächsrunde um 19 Uhr in den Bürgersaal des Nordhäuser Rathauses ein.
Mehr Informationen zum Thema und Ablauf dieser Gesprächsrunde, gibt es hier, mehr Informationen zum letzendlichen Ergebnis dieses Gespräches, gibt es hier.



Mittlerweile mischen auch die Grünen (Christian Darr und John Dauert) in den Diskussionen um eine Erweiterung des bestehenden Straßenbahnnetzes mit.
Sie sind eher gegen eine Erweiterung zum A. - Kuntz - Sportpark und eine neue Ringlinie und dem dazugehörigen Ringschluss an die HSB (Haltestelle "Schurzfell" oder "Ricarda - Huch - Straße"), dafür sprechen sie sich aber ganz klar für eine Streckenerweiterung über die Fachhochschule (FH) und dem neuen Industriegebiet in Richtung Ortsteil Bielen aus.
So wollen sie (ergab sich bereits in Gesprächen mit den Stadtwerken im November 2011 über neue Streckenführungen) die bisher dicht getaktete Busverbindung der Linie A (fährt in einem 20 - Minuten - Takt) auf die Schiene verlagern.

Vorteilhafter wäre allerdings aus der Sicht der Fahrgäste, wenn man eine neue Linie in Richtung Bielen über FH an der Bundestraße entlang in einem 20 - Minuten - Takt führen würde, während ein paar Straßen weiter "oben" parallel dazu die ebenfalls in einem 20 - Minuten - Takt fahrende Linie A jeweils in der Hälfte des 20 - Minuten - Rhytmus fährt, also so, dass alle 10 Minuten ein Fahrzeug des ÖPNV (Bus und Tram) in diese Richtung fahren würde. So könnte man ein optimalen Verkehr bieten.

Um ihre Sicht/Stellungsnahme zu verdeutlichen bzw. um mit der Nordhäuser Bevölkerung darüber zu diskutieren und Fragen zu beantworten, luden Christian Darr und John Dauert (Bündnis 90/Die Grüne) am Donnerstag, dem 8. März 2012, zum ersten "Nordhäuser Straßenbahn - Talk" in den historischen Triebwagen mit der Nr. 40 (ET57 HTw 40; Baujahr 1958; 1969 ex Gera 143; 1994 ex 43 Linienverkehr; 1999 Umbau zum historischen Triebwagen) ein. Beginn war um 17 Uhr am Bahnhofsplatz, Zu - und Ausstieg war während der Fahrt regelmäßig möglich, das gesamte Straßenbahnnetz im Stadtbereich wurde befahren. Die Mitfahrt war kostenlos und, da an diesem Tag internatinaler Frauentag war, erwartete die Frauen unter den Fahrgästen eine kleine Überraschung.
Mehr Informationen zu der Stellungsnahme bzw. Sicht der Grünen, sowie den genauen Plan zum ersten "Nordhäuser Straßenbahn - Talk", findest du hier.

Die Nordhäuser haben rege im HTw 40 mitdiskutiert.

Damit auch mit Zahlen & Fakten diskutiert, sowie argumentiert werden konnte, luden die Bündnis 90/Die Grünen zusätzlich noch Jennifer Schubert (verkehrspolitische Sprecherin im Thüringer Landtag), Mirko Peter (Verkehrsplaner der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH), Thomas Niehus (Abteilungsleiter Verkehr, Harzer Schmalspurbahnen GmbH) und Dirk Bahnsen (Abteilungsleiter Marketing & Vertrieb, HSB GmbH).
Mit diesen Personen wurde in der vollen Bahn gut diskutiert, hauptsächlich über mögliche Streckenverlängerungen, sowohl in Richtung Salza, aber auch in Richtung Fachhochschule. Es wurde aber auch über andere, verschiedene Themen, wie die generelle Zukunft des ÖPNV Südharz uvm.
Die Fahrt dauerte insgesamt etwa 2 Stunden und das Nordhäuser "Kleeblatt" wurde hierbei ca. 1 und 3/4 mal befahren. Weiterhin war die Bahn gut besucht und die Gäste waren an dem Thema sehr interessiert und haben rege mitgeredet.
Mehr Informationen zum Ablauf und letzendlichen Ergebnis des ersten "Nordhäuser Straßenbahn - Talks", findest du hier.

 

 

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